Der Anständige – The Decent One

Kino-Dokumentation
2014
Tätigkeit: 
Archival Footage - Data Handling Germany
Kunde: 
Helden der Geschichte, Realsworks

The Decent One trailer - in cinemas & Curzon Home Cinema 3 April from Curzon on Vimeo.

„Eigenwillig, sehenswert“, dabei „inspirierenden Herausforderung“ und „bewusst karg inszeniert“.

Der Historiker Sven Felix Kellerhoff befand im „Hamburger Abendblatt“ am 10. Februar 2014:
„Der Film ‚Der Anständige‘ ist mit fast anderthalb Stunden Himmler-Originalton, ohne Erläuterungen, ein Wagnis.“ Ein Wagnis, das sich nach Meinung des Rezensenten gelohnt habe. „Aber er zeigt die wahre Monstrosität der ‚nationalsozialistischen Moral‘“. Kerstin Decker stellte zwei Tage später im Berliner „Tagesspiegel“ fest: „Es ist der Zusammenklang von Bild und Ton, der die Faszination dieses Films ausmacht. … Immer wieder unterspielen die Bilder die Worte, gleichsam als Kommentar statt eines Kommentars. Tausende Stunden Film wurden gesichtet, so dass ein Bild-Teppich aus größtenteils nie gesehenen Aufnahmen den Himmler’schen Redestrom aufnimmt.“

Jörn Seidel macht im Bremer „Weser Kurier“ die „unzähligen“ Foto- und Filmausschnitte aus Familie und gesellschaftlichem Alltag in der visuellen Ebene des Films im positiven Sinn dafür verantwortlich, wenn die Dokumentation im Kontrast zu den gesprochenen Zeugnissen der Familie „schwindelerregend“ sei. „Die Presse“ aus Wien lobte die Reduktion der Produktion, die im „Panorama“ der 64. Berlinale ihre Welturaufführung am 9. Februar 2014 fand: „Ohne Interviews mit Experten, ohne erläuternde Kommentare, nur mit Archivmaterial und den Stimmen von Tobias Moretti und Sophie Rois, die die Briefe von Heinrich und Marga Himmler lesen: Die israelische Regisseurin Vanessa Lapa hat ihren Dokumentarfilm ‚Der Anständige‘‘ bewusst karg inszeniert.“

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